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Johannes Daniel Jensen kam als drittes Kind der Eheleute Karl Friedrich Jensen und Helene Auguste Adolphine, geborene Ohm, im Hamburg zur Welt. Nach dem Tod der Eltern - seine Mutter starb 1922, der Vater 1923 - wurde der 16jährige von seiner älteren Schwester Lisbeth versorgt. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich 1926 an der Universität Hamburg für die Fächer Physik, Mathematik, physikalische Chemie, Chemie und Philosophie. Zwischendurch studierte er auch an der Universität Freiburg im Breisgau. Zurück in Hamburg legte er 1931 das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab. 1932 wurde er dort bei Wilhelm Lenz zum Dr. rer. nat. promoviert, blieb als wissenschaftlicher Assistent in Hamburg und wurde 1936 habilitiert. 1941 wechselte er als außerordentlicher Professor an die Technische Hochschule Hannover. 1946 wurde er dort zum ordentlichen Professor ernannt.
1948 gelang Jensen durch die Annahme einer starken Spin-Bahn-Kopplung (mit diesem Begriff wird die Wechselwirkung des Bahndrehimpulses eines Elektrons in einem Atom mit dem Eigendrehimpuls des Elektrons bezeichnet) der Durchbruch zu einer Erklärung der Neutronen und Protonenzahlen der Atomkerne. In den USA kam Maria Goeppert-Mayer zum gleichen Zeitpunkt auf das gleiche Ergebnis. Ein sich anschließender reger Austausch zwischen Jensen und Goeppert-Mayer führte zu einem fast vollständigen Verständnis der Eigenschaften der leichteren Atomkerne. Diese detaillierte Darlegung des Verständnisses der Atomkerne veröffentlichten die beiden 1955 in dem Buch „Elementary Theory of Nuclear Shell Structure“. Für diese Leistung wurde den beiden 1963 eine Hälfte des Nobelpreises für Physik zu gleichen Teilen zugesprochen, die andere Hälfte ging an Eugene Wigner. Wigner erhielt den Preis "für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders durch die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien".
The Nobel-Foundation
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