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Den „Tag der Architektur“ gibt es seit 1994. Die ersten Veranstaltungen fanden in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Thüringen statt. In den folgenden Jahren beteiligten sich immer mehr Architektenkammern aus anderen Bundesländern. Vorbild war der „Tag des offenen Denkmals“, an dem die Öffentlichkeit in sonst nicht so leicht zugängliche Denkmäler und Bauwerke gelassen wird und Experten die Hintergründe des Denkmals erläutern.
Seit dem Jahr 2002 gibt es einen zentralen Bundesauftakt. Dieses Jahr findet er in München statt. Erstmals steht ein Regierungsgebäude im Zentrum des Bundesauftaktes. Ausgewählt wurde es, weil der Plenarsaal, also der Versammlungsraum des bayrischen Landtages im Maximilianeum, umgebaut worden ist. Dabei wurde modernes Bauen und der traditionelle Stil des 1874 fertiggestellten Gebäudes gut miteinander verbunden.
Zwei Architekten, die diese gegensätzlichen Ansichten in ihren Bauwerken darstellten sind beispielsweise Friedensreich Hundertwasser und Mies van der Rohe. Hundertwasser war der Auffassung, dass der rechte Winkel in der Natur nicht vorkommt, also unnatürlich und unmenschlich sei. Darum entwarf er farbenfrohe Gebäude, die krumm, schief und rund waren - aber nie rechtwinklig und langweilig.
Demgegenüber steht der niederländische Architekt Mies van der Rohe. Er reduzierte Gebäude auf ihre Funktion, der sich die Form anzupassen hat. Er wollte Logik und Verstand in den Gebäuden. Kritiker warfen ihm vor, seine Architektur sei kalt. Dem hielt er entgegen, dass er Architektur für eine technologische Gesellschaft mache und ihm daran lag, alles vernünftig und klar zu halten, eine Architektur zu schaffen, die jeder machen kann.
Wenn dich die Baukunst und ihre Entwicklung über die Zeit interessiert, dann wirf doch auch einen Blick in unseren WAS IST WAS-Band 23: Architektur
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